HT4U haben in einem Beta-Treiber von nVidia eine Reihe an neuen Grafikchips entdeckt, welche zum Teil vorhergehende Informationen bestätigen. So werden in diesem Beta-Treiber die Grafikchips GT212, GT215, GT216 und GT218 notiert. Hinzu kommt die etwas ungewöhnliche Bezeichnung D10M2-30, welche wohl eher dem Mobile-Bereich zuzuordnen ist. Bis auf die GT215 und die zuletzt genannte "D10M2-30" waren diese Grafikchip-Codenamen und deren ungefähre Einordnung schon bekannt, belastbare technische Daten zu diesen Grafikchips sind aber weiterhin nicht vorhanden. Die VR-Zone werfen zudem noch weitere Codenamen von 40nm Mobile-Grafikchips in die Runde, ohne daß derzeit aber sicher aufgeklärt werden kann, welche Desktop-Modelle sich dahinter verbergen bzw. wie diese Chips allgemein einzuordnen sind.
Erst einmal kommen bei nVidia aber sowieso noch weitere GT200(b)-basierende Grafikkarten auf den Markt. So zeigte sich beispielsweise die GeForce GTX 285 laut der ComputerBase in Fernost bereits im Handel und auch hierzulande ist eine erste Listung zu vermelden. Der Preis der Karte in Hongkong liegt bei umgerechnet 296 bis 314 Euro, der hiesige bei 390 Euro. Letzterer dürfte aber ein typischer Vorstart-Preis sein, da – wenn man sich den allgemeinen Preisunterschied zwischen Hongkong und Deutschland ansieht – gemessen am fernöstlichen Preis hierzulande eher 330 bis 370 Euro für die GeForce GTX 285 zu erwarten sind. Und selbst dann dürfte es eher in Richtung unteres Ende dieser Preisskala gehen, denn die klar schnellere Radeon HD 4870 X2 ist nun einmal schon ab 400 Euro zu haben.
Hardware-Infos wollen aus angeblich "nVidia-nahen Quellen" die Spezifikationen des GT212-Chips erfahren haben. Dieser soll über 384 Shader-Einheiten samt 96 Textureneinheiten verfügen, welche an ein 256 Bit DDR Speicherinterface angeschlossen sind. Durch die 40nm-Fertigung sind zudem weitere Taktratensteigerungen wahrscheinlich, es könnte also durchaus bis zum Doppelten der Rechenleistung des GT200-Chips geben. Das Speicherinterface soll gegenüber diesem zwar halbiert sein, allerdings wird dies durch den hohen Takt von GDDR5 wieder aufgefangen – viel mehr kommt dann aber nicht heraus, selbst auf dem besten derzeit lieferbaren GDDR5-Takt von 2500 MHz wären dies nur 14 Prozent mehr Speicherbandbreite gegenüber dem GT200-Chip.
Insgesamt gesehen ergäbe das eine etwas kuriose Mischung: Gegenüber dem GT200-Chip nahezu das Doppelte an Rechenleistung, aber nur geringfügig mehr an Speicherbandbreite – und letzteres würde zudem mit den (mit Abstand) teuersten lieferbaren Speicherchips erkauft werden, was den preislichen Vorteil des kleineren 256 Bit Speicherinterfaces (weniger Kontakte am Chip, einfacheres Kartenlayout) auch wieder minimieren dürfte. Aber nun gut, womöglich benötigt das GT200-Design aktuell nicht viel mehr an Speicherbandbreite, sondern eben nur mehr Rechenleistung. Bedenklich ist an der ganzen Sache eher, daß Hardware-Infos ihre "todsicheren Infos" gern auch schon mal aus diversen Foren ziehen, wo die Nutzer einfach nur laut denken. Insofern kann man die vorstehenden Informationen derzeit nur passiv entgegennehmen, darauf setzen sollte man aber besser nicht.
Beim TechSpot gibt es ein interessantes Mainstream-Grafikkarten Roundup. Dieses Preissegment wurde in der Direct3D10-Vergangenheit teilweise nur unzureichend bedient, mittlerweile gibt es jedoch mit Radeon HD 4830, GeForce 9600 GT und Radeon HD 4670 auch hier sehr vernünftige Lösungen, zudem ist die GeForce 9800 GT inzwischen auch sehr günstig geworden. Abgesehen vom Wettstreit dieser Karten, wo sicherlich für jeden Geschmack etwas passendes zu finden sein wird, sind die Benchmark-Werte der Radeon HD 4670 gegenüber den Werten der Radeon HD 4650 sehr interessant. Erst einmal trennt die beiden Karten nur ein Unterschied von 25 Prozent beim Chiptakt (600 zu 750 MHz), allerdings benutzt die Radeon HD 4650 gewöhnlich DDR2-Speicher mit einem Takt von nur 500 MHz (manche Karten gar nur mit 400 MHz), während die Radeon HD 4670 mit GDDR3-Speicher auf 1000 MHz antritt.
Und dieser erhebliche Unterschied bei der Speicherbandbreite schlägt sich dann auch enorm in den Benchmarks wieder: Die Radeon HD 4670 ist im Schnitt der Messungen unter 1680x1050 um satte 63 Prozent schneller, es existiert hier ein übergroßer Performance-Unterschied zwischen diese beiden vom Namen her doch so ähnlichen Karten. Dies ist gerade angesichts des Preisunterschied von nur etwa 10 Euro respektive runden 15 Prozent vollkommen absurd – was sich wiederum in der Nutzung des DDR2-Speichers begründet. Hätte ATI strikt GDDR3-Speicher vorgeschrieben, so wie ihn Sapphire bei einigen Modellen der Radeon HD 4650 auf 700 MHz einsetzt (sogar ohne daß die Sapphire-Karten deswegen teurer wären), könnte sich die Radeon HD 4650 eventuell vernünftig einordnen. So aber ist die Radeon HD 4650 DDR2 keineswegs zu empfehlen, das Preis/Leistungs-Verhältnis gegenüber der nur unwesentlich teureren Radeon HD 4670 ist dramatisch schlechter.
HardOCP haben sich mit der Bildqualität von Far Cry 2 unter DirectX9 und DirectX10 beschäftigt. Positiv ist dabei anzumerken, daß das Spiel sowohl bei der Bildqualität als auch der Performance gewisse kleinere Vorteile zugunsten von DirectX10 bietet – genau so, wie es mit DirectX10 sein sollte und eigentlich seit jeher versprochen wurde, bislang aber nur von den wenigsten Spielen eingelöst wird. Den größten Vorteil sieht man dabei beim Anti-Aliasing, welches unter DirectX10 klar besser aussieht als unter DirectX9. Allerdings wurde auch nur 8x Anti-Aliasing getestet, so daß unklar bleibt, ob die gezeigten erheblichen Unterschiede bei 2x und 4x Anti-Aliasing nicht eventuell kleiner ausfallen oder gar ganz verschwinden könnte.
Ebenfalls um Bildqualität geht es bei der PC Games Hardware, welche unter neun Spielen Radeon gegen GeForce unter verschiedenen aktuellen Treibern gestellt haben. Dabei ergab sich erst einmal, daß die aktuellen Treiberversionen Catalyst 8.12 und 180.48 ihre jeweiligen Performancegewinne nicht über eine Verschlechterung der Bildqualität erkaufen. Im Vergleich der default-Bildqualität von ATI und nVidia sieht man dann viele Gemeinsamkeiten, aber auch eine gewisse Tendenz von ATI zu schärferen Texturfiltern, was dann aber unter Bewegung mehr unschönes Flimmern auslöst.
Die GameZone berichtet über die finanzielle Schieflage bei Spieleentwickler und -Publisher Midway Games. Irritierend ist dabei, das aus Geldnot einige geplante Spieleprojekte gestrichen wurden, die Vorstände des börsennotierten Unternehmens allerdings weiterhin Spitzengehälter einstreichen konnten. Weiterhin bedenklich ist, daß der Ex-Präsident des Unternehmens nicht direkt aus der Spielebranche kam, sondern eine normale Manager-Karriere hinter sich hat. So etwas mag die Aktionäre oberflächlich glücklich machen, ist aber für den kreativen Prozeß nicht förderlich – und Midway ist nun auch kein Riesenunternehmen, wo ein gewisses Maß an Bürokratie unvermeidlich ist.
Man könnte die entscheidende Frage ja auch umdrehen: Eventuell steht Midway derzeit so sehr am Abgrund, eben weil man die Entscheidungskompetenz in einer Kreativfirma in die Hände von gewöhnlichen Managern gelegt hat – und glaubte, für diese "Leistung" auch noch Millionen bezahlen zu müssen, anstatt dieses Geld in die Gameentwicklung zu stecken. Es wäre zudem zu bezweifeln, daß eingekaufte Manager irgendein Feeling für die Besonderheiten des Spiele-Geschäfts mitbringen – die Chance, daß dabei die eigentlich zwingend benötigte Kreativität über kurz oder lang den Bach runtergeht, ist nicht von der Hand zu weisen. Wenn der Fall Midway den Normalzustand darstellen sollte, ist es wenig verwunderlich, daß viele Spieleproduktionen nur noch mit dem Blick auf das schnelle Geschäft runtergekurbelt werden.
Über eine besonders pikante Note zum Rechtsstreit über die ab 1. Januar nun auch für den Internet-Bereich verpflichtend geltende Vorratsdatenspeicherung berichtet das T-blog: Danach haben die Vertreter der Bundesregierung vor dem Bundesverfassungsgericht das Argument vorgebracht, daß eben dieses höchste Gericht in dieser Frage doch gar nicht zuständig sei, weil es sich um die Umsetzung einer EU-Richtlinie handeln würde. Oder anders formuliert: Nachdem neu gefasste Gesetze der Bundesrepublik Deutschland inzwischen in der Mehrzahl nicht auf dem Willen der Volksvertreter, sondern auf zwingend umzusetzenden EU-Richtlinien basieren, soll nun auch noch das Verfassungsgericht nicht mehr prüfen dürfen, ob dies alles noch in den Rahmen der vom Volk angenommenen Verfassung (aka Grundgesetz) passt ;).
Stichwort Vorratsdatenspeicherung: Golem bringen hierzu einige Tips an, wie man sich gegen die verschiedenen Arten der Datenerfassung schützen kann. Manche der Tips sind eventuell übertrieben oder nur umständlich zu realisieren, so daß da durchaus die Sinnfrage auftaucht. Denn eine gewisse Relevanz ist derzeit nur der Umgehung der Speicherung der eMail-Verbindungsdaten zuzusprechen, da sich mit diesen Daten (Absender, Empfänger, Betreffzeile) problemlos Profile der sozialen Kontakte einer Person aufstellen lassen. Die Vorratsdatenspeicherung von IP-Adressen ist dagegen derzeit noch nicht als gravierend anzusehen, da sich daraus derzeit noch keine allgemeine Überwachung basteln läßt, sondern nur Einzelfallprüfungen möglich sind.
Zum Thema der Umgehung der Speicherung der eMail-Verbindungsdaten geben Golem einen interessanten Hinweis: So können Remailer-Netzwerke den Absender einer eMail-Adresse verbergen. Perfekt ist dies allerdings auch nicht, da zumindestens beim Empfänger der Empfang der eMail und die Betreffzeile mit der Vorratsdatenspeicherung erfasst werden. Viel einfacher erscheint es uns, sich einfach dem Wirkungskreis der Vorratsdatenspeicherung generell zu entziehen. Erreichbar dürfte dies ganz simpel durch eine ausländische eMail-Adresse sein – ein eMail-Anbieter beispielsweise in der Schweiz kann schließlich nicht zur Durchführung bundesdeutscher Gesetze wie der Vorratsdatenspeicherung verpflichtet werden.
Vorsicht sollte man aber bei über Ländergrenzen operierenden Unternehmen walten lassen: Auch wenn diese oftmals nationale Angebote unterhalten, kann die rechtliche Grundlage in Form des Unternehmens bzw. des Server-Standorts durchaus in Deutschland liegen. Bei US-basierten Unternehmen wie Google und Yahoo gibt es dann wieder das Problem, daß deren Daten generell allen US-Geheimdiensten offenliegen dürften und über diesen Umweg unter Umständen auch nach Deutschland gelangen könnten. Natürlich sind das alles nur Restrisikos, die man durchaus eingehen kann – ein einfacher Account auf GMail, der internationalen Ausgabe von Google Mail, dürfte einen zu 99,95 Prozent vor der Vorratsdatenspeicherung sichern.
Wer noch mehr Sicherheit benötigt, der setzt sowieso auf einen eigenen Root-Server mit eigenem eMail-Server, wird also selber zum eigenen eMail-Provider. Hier greift die Vorratsdatenspeicherung erst einmal ins Leere, denn eine für den Privatbedarf angelegte eMail-Adresse auf dem eigenen Rootserver zählt nicht unter dem, was man sich gewöhnlich unter einem "eMail-Anbieter" (mit der Betonung auf "Anbieter") vorstellt. Falls sich hier doch gegenteiliges ergeben sollte, kann man mit seinem Rootserver aber auch immer noch ins Ausland umziehen, hier bietet sich wiederum die Schweiz an. Und letztlich könnte man seinen eigenen Rootserver sogar noch dazu benutzen, um mittels eines Proxys darüber zu surfen und damit auch der Speicherung der IP-Adressen bei der Vorratsdatenspeicherung ein Schnippchen zu schlagen.
Golem haben in einem Mediamarkt-Prospekt erste reale Hinweise auf die nVidia Grafikkarten-Umbenennungsaktion gefunden, über welche schon des längeren spekuliert worden war. Konkret genannt wurden dabei die Grafikkarten GeForce G100, GT120 und GT130, wobei letztere laut dem Mediamarkt-Prospekt ganz offensichtlich die bisherige GeForce 9600 GSO auf G92-Basis sein soll. Zwar deckt sich dies nicht mit früheren Angaben, aber dies waren seinerzeit schließlich noch keine offiziellen Informationen. Weitere Hinweise auf die kommende Grafikkarten-Umbenennungsaktion finden sich zudem im Forum des Guru3D, wo ein Screenshot einer nur kurz zu sehenden nVidia-Webseite mit Daten zu neuen Mobile-Lösungen zu finden ist.
Hierbei handelt es sich um die Mobile-Grafiklösungen GeForce G105, GeForce G110M und GeForce GT 130M, zu welchen sogar gewisse technischen Daten notiert wurden. Allerdings ist daraus kaum auf die entsprechenden Desktop-Lösungen zu schließen, da die Mobile-Lösungen bei nVidia regelmäßig trotz gleicher Benennung mit klar geringerer Hardware-Power gegenüber den Desktop-Lösungen auftreten. Hier wird man letztlich doch die "Auflösung" seitens nVidia abwarten müssen, welche womöglich schon zur CES in einer Woche stattfinden wird. Zu diesem Zeitpunkt wird nVidia seine neuen HighEnd-Lösungen präsentieren, demzufolge wäre es naheliegend, wenn dann auch Details zur anstehenden Grafikkarten-Umbenennungsaktion bekanntgegeben werden.
Auf eben jener CES wird nVidia wie gesagt auch die GeForce GTX 285 offiziell vorstellen, eine leicht taktschnellere Ausführung der GeForce GTX 280, welche allerdings schon auf dem 55nm GT200b-Chip basiert und damit beim Stromverbrauch sogar etwas niedriger liegt als ihre Vorgängerin. Bislang spricht nVidia von rund 10 Prozent Performancegewinn der GeForce GTX 285 gegenüber der GeForce GTX 280, die ComputerBase hat diese nVidia-Vorhersage mit einer übertakteten GeForce GTX 280 nachgemessen und kann diese Vorhersage daher bestätigen. Natürlich ist eine Radeon HD 4870 X2 weiterhin klar schneller, aber diese operiert auch mit zwei Grafikchips, was die üblichen damit verbundenen Seiteneffekte mit sich bringt.
Ein interessantes Detail zum RV770-Chip der Radeon HD 4800 Serie kommt aus dem Forum von Xtreme Systems: Danach weisst ein Die-Shot des RV770-Chips darauf hin, daß ATI nicht 800, sondern eigentlich 900 Shader-Einheiten verbaut hat. Nutzbar sind diese 900 Shader-Einheiten allerdings leider nicht, denn bei den heutigen Grafikchip-Designs muß die Anzahl der Shader-Einheiten pro SIMD immer ein Vielfaches von 4 betragen – beim RV770 sind dies auf 800 Shader-Einheiten passende 16, auf 900 Shader-Einheiten wäre es dagegen unpassende 18. Vielmehr hat ATI hier ein gutes Stück an Redundanz eingebaut, welches die Produktionsausbeute des Chips steigern soll. RV770-basierte Grafikkarten mit mehr als 800 Shader-Einheiten sind dementsprechend also nicht zu erwarten, dies kann dann nur ein neuer ATI-Grafikchip bieten.
Der GameSpot hat das neueste AddOn "Wrath of the Lich King" als Anlaß für einen World of WarCraft Performance-Guide genommen. Als mittlerweile langjähriges Online-Spiel sind die Hardware-Anforderungen von World of WarCraft natürlich nicht mit denen neuester SinglePlayer-Kracher zu vergleichen, so daß Spiel generell auch auf älterer Mainstream-Hardware vernünftig betreibbar ist. Auf HD-Auflösungen und mit Anti-Aliasing lassen sich dann natürlich trotzdem Unterschiede zwischen verschiedenen Grafikkarten feststellen, allerdings rennt das Spiel selbst unter diesem Setting nach oben hin wiederum in CPU-Limits.
Die ebenfalls angetrengten CPU-Tests zeigen dann klare Vorteile von Intels Core-2-basierten Prozessoren gegenüber AMDs Phenom-Prozessoren, selbst auf gleichen Taktraten würde AMDs Phenom I die Intel-Modelle nicht schlagen können. Gleichfalls ist absolut deutlich erkennbar, daß World of WarCraft nicht von QuadCore-Modellen profitiert – so war beispielsweise ein Phenom X3 auf 2.4 GHz minimal schneller als ein Phenom X4 auf 2.3 GHz. Beachtenswert ist das vernünftige Ergebnis eines alten Pentium 4 Prozessors auf 3.8 GHz, welcher die gleiche Framerate wie ein moderner Phenom-Prozessor erzielte. Trotz der in den CPU-Tests vergleichsweise geringen Frameraten war das Spiel aber immer spielbar, auch hier zeigt World of WarCraft keinen besonderen Bedarf für HighEnd-Hardware auf.
Eines der zwar (noch) eher seltenen, aber dafür um so gefährlicheren Sicherheitsrisiken der heutigen IT-Welt sind Rootkits. Hierbei handelt es sich um eine Technologie, mittels welcher sich Schadprogramme bewußt vor dem Windows-Betriebssystem und damit auch auf aller darauf aufbauenden Software wie Antiviren-Programmen verstecken. Im schlimmstmöglichen Fall ist es dann Windows und gewöhnlichen Antiviren-Programmen nicht mehr möglich, den Schädling überhaupt zu erkennen – nicht weil eine Signatur fehlen würde, sondern weil der Schädling außerhalb deren Ereignishorizonts läuft.
An dieser Stelle kommen dann spezielle Programme zum Einsatz, welche ein Betriebssystem auf das (mögliche) Vorhandensein von Rootkits abchecken ... zum Artikel.
Wie Fudzilla berichten, wird der erste 40nm-Chip von ATI im Jahr 2009 nicht der Nachfolger des RV770 HighEnd-Chips sein, sondern der RV740-Chip für das Mainstream-Segment in Ablösung des RV730-Chips der Radeon HD 4600 Serie. Dieser soll bereits im zweiten Quartal erscheinen, während der (weiterhin vom Codenamen her unbekannte) RV770-Nachfolger erst danach in den Sommermonaten des Jahres 2009 folgen wird. Damit fährt ATI anscheinend die umgekehrte Strategie gegenüber nVidia, welche wie gestern berichtet im zweiten Quartal mit dem GT212 einen neuen HighEnd-Chip bringen wollen und dann erst im dritten Quartal mit GT214 und GT216 neue Mainstream-Grafikchips. Allerdings kann sich bis dahin natürlich noch viel bewegen, endgültig sind diese Terminvorgaben keineswegs.
Jener RV740-Chip soll im übrigen laut dem ATI-Forum (und basierend auf direkt von AMD stammenden Informationen) nicht mehr vom üblichen Chip-Auftragsfertiger TSMC, sondern von AMD bzw. deren Fertigungsunternehmen "The Foundry Company" höchstselbst in Dresden hergestellt werden. Diese erste eigene Grafikchip-Produktion würde damit zwar deutlich früher als bisher angenommen starten, andererseits dürfte ein Mainstream-Chip hierfür ein ganz gutes Startobjekt darstellen. Angeblich will The Foundry Company bald auch für andere Grafikchip-Entwickler Fertigungsaufträge in 40nm entgegennehmen – ob allerdings nVidia oder Intel daran interessiert sein dürften, fast direkt bei AMD zu produzieren, darf doch bezweifelt werden.
Gemäß Hardware-Infos sieht die Leistungsaufnahme der Phenom II Prozessoren in 45nm-Fertigung nach ersten Tests ausgesprochen gut aus, angeblich verbraucht ein Phenom II auf 2.6 GHz nur 50 Watt unter Last. Diese Zahl wurde jedoch aus einer Umrechnung aus dem System-Gesamtverbrauch erzeugt, ist also weit entfernt vom Status "exakt". Trotzdem läßt sich auch so schon ein großer Sprung zwischen der 65nm- und der 45nm-Fertigung bei AMD erkennen. Was andererseits auch nicht ganz unerwartet kommt, schließlich hatte AMD bislang nur geringe Vorteile aus der 65nm-Fertigung ziehen können, womit viel Platz für die 45nm-Fertigung blieb, um entsprechend glänzen zu können. Sollte sich vorstehendes Ergebnis auch nur annäherend bestätigen, hätte AMD urplötzlich beim Stromverbrauch wieder einen erheblichen Vorteil gegenüber Intels Core i7 Prozessoren.
Zwei sehr konträre Meldungen zum selben Thema bringen The Inquirer und WinFuture: Prinzipiell geht es dabei um einen Patentantrag seitens Microsoft für einen Pay-per-Use-PC, wo also die Hardware stark verbilligt oder kostenlos abgegeben und dafür für die jeweilige Nutzung bezahlt wird. Gleichzeitig will Microsoft aber auch die Leistungsfähigkeit des PCs je nach Nutzung und Bezahlung regeln – wenn Spiele gespielt werden, steht mehr Leistung zur Verfügung und der Tarif ist dann auch höher. Diese Leistungsregelung soll auch dazu ausgenutzt werden, dem Benutzer im Laufe der Zeit immer mehr Leistung zur Verfügung zu stellen – allerdings augenscheinlich nicht durch Hardware-Updates (davon steht im Patentantrag kein Wort), sondern schlicht dadurch, daß der PC zum Kaufzeitpunkt künstlich gedrosselt wird und mehr Leistung dann erst nach und nach freigeschaltet wird.
In der Bewertung dessen gehen die Meinungen dann wie gesagt weit auseinander: Während die einen hier ein bei Handys übliches Vertragsmodell auf den PC übernommen sehen, gehen andere gleich vom Untergang des (IT-)Abendlandes aus. Klar ist zumindest, daß sich Microsoft mit diesem Modell nicht gegen wirklich leistungsfähige PCs positioniert, selbst wenn man sich schon eine Nutzungsgebühr fürs Computerspielen (1,25 Dollar pro Stunde) ausgedacht hat. Es geht hier eher um diese PCs, welche im Nettop-Segment verkauft werden, ergo billige Surfmaschinen. Klar ist auch, daß Microsoft mit dieser Idee letztlich mehr Geld aus den Käufern herauslocken will, als diese beim bisherigen Geschäftsmodell bezahlen würden – was Microsoft auch offen zugibt. Und natürlich funktioniert die Sache auch nur, wenn man Microsoft wirklich die totale Kontrolle über das Computersystem überläßt, schließlich müssen Nutzungsart und Nutzungsdauer exakt erfaßt werden.
Wo da aber der Vorteil für den Computernutzer liegen soll, ist nicht ganz ersichtlich. Microsoft redet etwas nebulös davon, daß der Nutzer beim bisherigen Geschäftsmodell über einen längeren Nutzungszeitraum mit immer stärker den Leistungsanforderungen nicht mehr entsprechender Hardware zu kämpfen hat. Das stimmt zwar prinzipiell, aber Microsoft bietet hierfür auch keine wirkliche Lösung an: Dem Nutzer jetzt einen Mainstream-Computer zu verkaufen, ihn aber anfänglich nur auf LowCost-Geschwindigkeit laufen zu lassen und dann im Laufe der Zeit per Software immer mehr Leistung freizuschalten, ist eine geradezu absurde "Lösung" dieser Problematik. Ein (eigentlich naheliegender) ständiger Austausch von Hardware, um den Computer immer up-to-date zu halten, ist jedenfalls nicht vorgesehen – wäre aber auch wegen der Unvorhersehbarkeit der Hardware-Entwicklung nicht ganz so einfach zu realisieren.
Generell bleibt sowieso abzuwarten, ob sich diese Idee auch einmal in kaufbaren Produkten niederschlägt – was im Handy-Bereich allgegenwärtig ist, muß im PC-Bereich noch lange nicht funktionieren. Hier könnte sich bei den potentiellen Käufern auch viel eher die Erkenntnis durchsetzen, daß man in einem Pay-per-Use-Modell letztlich immer mehr bezahlt, ohne dafür einen wirklichen Mehrheit zu erhalten. Und letztlich dürfte der Microsoft-Idee noch die neue Preisstruktur im LowCost-Bereich gegenüberstehen: Die Preise für Nettop-PCs sind einfach zu niedrig und entsprechen psychologisch gesehen auch dem gefühlten Wert dessen, was man dafür in die Hände bekommt, als daß alternativ hierzu das Waagnis eines Abomodells als attraktiv erscheinen würde.
Die VR-Zone bringt ein wenig Klarheit in die verschiedenen herumschwirrenden Codenamen von nVidia-Grafikchips für die kommende 2009er Generation. So wird es im zweiten Quartal mit dem GT212-Chip eine neue HighEnd-Lösung geben, vermutlich handelt es sich hierbei dann um eine 40nm-Ausführung des GT200-Chips, möglicherweise auch mit mehr Hardware-Einheiten. Im dritten Quartal kommen dann neue 40nm-Grafikchips für die anderen Marktsegmente: GT214 und GT216 für das Mainstream-Segment (möglicherweise irrt die VR-Zone sich hier auch ein bißchen und der GT214 gehört eher ins Performance-Segment) und GT218 für das LowCost-Segment. Hinzu kommt dann noch ein iGT209, welcher als integrierte Lösung bei den Mainboard-Chipsätzen von nVidia Verwendung finden wird. Und letztlich gibt es dann noch den GT300 im vierten Quartal, die erste DirectX11-Lösung von nVidia.
Insgesamt betrachtet hört sich dies schon ganz schlüssig an, selbst wenn wir wie gesagt den GT214 eher dem Performance-Segment zuordnen würden – aber die Übergänge sind hier natürlich fließend. Konkrete technischen Daten sind zu allen genannten Grafikchips noch nicht bekannt und liegen daher derzeit im Reich der Spekulationen. Sicher ist aber, daß nVidia nach dem Erfolg ATIs mit der Radeon HD 4000 Serie jetzt nachlegen wird müssen und es diesbezüglich auch keine Option darstellt, schon ein wenig auf den GT300-Chip zum Jahresende 2009 zu schauen. Denn vermutlich dürfte dieser erst einmal recht einsam dastehen, da DirectX11-Lösungen für das Performance- und Mainstream-Segment erst tief im Jahr 2010 zu erwarten sind, so daß der Sommer-Generation 2009 bei beiden Grafikchip-Entwicklern ihre gewichtige Bedeutung zukommt.
Laut vorgenannter Prognose der VR-Zone wird der 55nm GT200-Chip (GT200b) im übrigen nur eine recht kurze Lebensspanne haben, da im zweiten Quartal ja schon die 40nm-Version des GT200 antreten wird. Dies kann allerdings durch die massive Verspätung des GT200b erklärt werden, welcher ursprünglich einmal schon im dritten Quartal 2008 verfügbar sein sollte. Zum GT212 selber besteht zudem die große Frage, ob und wieviel nVidia hier noch obendrauflegen wird. Zwar gehen viele von noch mehr Hardware-Einheiten aus, aber zumindest angesichts des aktuellen GT200-Kontrahenten RV770 ist dies gar nicht notwendig: Von der reinen Performance her ist der GT200 dem RV770 immer überlegen, ATI hat nVidia in erster Linie durch die aggressive Preisgestaltung der Radeon HD 4800 Serie geschlagen.
Schließlich könnte man den GT212 auch in einer ähnlichen Position zum GT200 sehen wie weiland das Verhältnis G80 (GeForce 8800 GTX/Ultra) zu G92 (GeForce 9800 GTX/GTX+): Da war der G92 ja auch der kleinere Chip, welcher erst durch höhere Effizienz und höhere Taktfrequenzen halbwegs in die Nähe des G80-Chips kam. Bezogen auf die aktuelle Situation würde das bedeuten, daß der GT212 möglicherweise ein Chip wäre, welcher exakt zur Bekämpfung der Radeon HD 4850/4870 designt ist – ohne dafür den großen und teuren GT200(b) benutzen zu müssen. Diese Theorie rechnet allerdings nicht ein, das ATI über den Sommer 2009 im HighEnd-Bereich ebenfalls etwas neues bringen wird – und aus dieser Überlegung heraus wird wohl auch nVidia wahrscheinlich noch etwas größeres nachlegen müssen.
Die ComputerBase stellt vollkommen richtig fest, daß sich AMD für das erste Halbjahr 2009 im Prozessorenbereich einiges vorgenommen hat und das in Folge dessen die direkt am Anfang des Jahres erscheinenden ersten Phenom II Prozessoren zur Jahresmitte schon wieder ausgelaufen sein werden. Diese ersten Phenom II Modelle im Sockel AM2+ werden also nur ein recht kurzes Gastspiel geben und schon im Sommer von den ersten Phenom II Modellen im Sockel AM3 vollständig abgelöst werden, AMD nimmt gar schon ab Mai keine Aufträge für die Phenom II Sockel AM2+ Prozessoren mehr entgegen. Für die Prozessoren selber macht dies keinen Unterschied, denn die Sockel-AM3-Modelle werden auch in (den meisten) Mainboards mit Sockel AM2+ betreibbar sein. Umgedreht funktioniert das allerdings nicht: Auf Sockel-AM3-Mainboards sind nur Prozessoren dieses Sockels lauffähig.
Zum Streit über die Marke "Netbook" haben sich der Markeninhaber Psion bei Golem erneut zu Wort gemeldet und betont, daß man ausschließlich gegen Hersteller und Websites vorgeht, welche mit dem Begriff Geld verdienen. Dies würde allerdings auch automatisch das Superschwergewicht Intel einschließen, denn dort wird der Begriff andauernd für die neue PC-Geräteklasse mit Atom-Prozessoren verwendet. Natürlich ist es einfacher, gegen Webseiten und vor allem Händler vorzugehen, weil sich diese gewöhnlich nicht groß wehren. Nicht wehren kann man sich allerdings auch gegen den Verdacht, Psion wollte seinen (aus IT-Sicht) uralten Markennamen schlicht noch einmal versilbern, indem man Intel mit indirektem Druck zu einer kostspieligen Lizenzierung des Begriffs drängt.